Werkstudenten Jobs

Als Student hat man nur selten den Komfort, dass die Eltern sowohl das Studium als auch die Unterkunft und sämtliche andere Ausgaben sponsern. So bieten sich neben dem Studium für die Studenten natürlich Studentenjobs aller Art an, wobei die Werkstudenten-Jobs darunter sehr begehrt sind. Was es damit auf sich hat, was Werkstudenten sind, welche Jobs es für Werkstudenten gibt und wie man sie bekommt, klären wir auf unserer Seite.

Was ist ein Werkstudent?

Der Werkstudent – er ist schon lange eine beliebte Beschäftigungsform in vielen deutschen Unternehmen und auch für die Studenten selbst bietet er einige Vorteile. Im Rahmen der Tätigkeit lässt sich nämlich parallel zur Theorie im Studium Praxiserfahrung sammeln, dies wird sogar noch bezahlt und es bietet sich die Chance, gleich nach dem Studium einen Vollzeitjob zu bekommen. Statt auf Minijobbasis zu kellnern, lässt sich hier außerdem gutes Geld verdienen – und die ersten Einblicke in die Arbeitswelt gibt es gratis dazu. Der Nachteil: Jobs als Werkstudent sind begehrt, die Konkurrenz ist daher entsprechend groß. 

Du möchtest gerne eine Werkstudententätigkeit aufnehmen? Dann solltest du einige Dinge beachten. Was zeichnet das Arbeitsverhältnis als Werkstudent aus? Gibt es arbeitsrechtliche Besonderheiten, die unbedingt beachtet werden sollten, und welche sind das? Wie sieht das Gehalt von Werkstudenten aus, wie die Versicherungspflicht?  Diese und weitere Fragen werden im folgenden Beitrag beantwortet. 

Als Werkstudent zu arbeiten meint einer Tätigkeit nachzugehen, die parallel zum Studium, also während der Semesterzeiten, aber auch in den vorlesungsfreien Zeiten ausgeübt wird. Das heißt:

  • der oder die Beschäftigte muss zwingend an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein.
  • Die Beschäftigung darf außerdem nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich umfassen – es sei denn es handelt sich um eine Beschäftigung in der vorlesungsfreien Zeit. In diesem Fall darf die Tätigkeit bis zu 40 Stunden umfassen. 

Häufig meint die Bezeichnung auch Tätigkeiten, die sich durch eine fachliche Nähe zum Studienfach auszeichnen. In diesem Fall können sich Studierende mit der Werkstudententätigkeit nicht nur etwas zu BAföG oder Elternunterhalt hinzuverdienen, sondern profitieren durch das Sammeln praktischer Erfahrung auch von den inhaltlichen Aspekten der Arbeitststelle. Viele Werkstudenten verfassen sogar ihre Bachelor- oder Masterarbeiten über einen Sachverhalt oder ein Projekt, das sie bei ihrem Arbeitgeber betreuen; unter Umständen hilft dieser sogar das richtige Thema für die Abschlussarbeit zu finden. (Quelle: https://www.arbeitsrechte.de/werkstudententaetigkeit/)

Geschichtliche Einordnung des Begriffs „Werkstudent“

Den Begriff Werkstudent gibt es bereits seit dem Ersten Weltkrieg. Zu dieser Zeit bezeichnete er Studenten, die sich vorübergehend oder dauerhaft vom Kriegsdienst befreien ließen, um andere Tätigkeiten wahrzunehmen.

Der Begriff wurde erstmals auf dem Erlanger Studententag 1921 verwendet. Mit Werkstudenten waren in diesem Kontext Studenten gemeint, die ihren Lebensunterhalt mit Handwerkstätigkeiten oder Arbeiten in der Industrie (etwa in Fabriken oder Bergwerken), teilweise aber auch in der Landwirtschaft verdienten. Die Beschäftigungsform des Werkstudenten war aus den Umständen der Weimarer Republik und ihren wirtschaftlichen Problemen entstanden. Viele Studenten waren trotz der Unterstützungsmaßnahmen durch die Universitäten, wie der Einrichtung von Mensen und Stipendienprogrammen, auf ein Gehalt angewiesen.

So betrug die Anzahl der Werkstudenten 1920 circa 10.000, nur zwei Jahre später bereits etwa 64.000. Diese Zahl stieg mit dem Verlauf des Zweiten Weltkriegs und der wirtschaftlich gebeutelten Nachkriegszeit sogar noch an, nahm in den 50er Jahren aber wieder ab. Während 1956 rund 45 Prozent der deutschen Studentenschaft als Werkstudenten tätig waren, waren es 1959 nur noch rund 30 Prozent. 

Du interessierst dich für die historische Herkunft und Entwicklung des Begriffs Werkstudent? Dann lies hier mehr zu seiner Begründung: https://www.studentenwerke.de/de/content/1921-2001-80-jahre-deutsches-studentenwerk

Sozialversicherung der Werkstudenten

Werkstudenten können auf Minijobbasis oder Teilzeitbasis beschäftigt werden. Arbeitgeber tendieren häufig dazu, die Tätigkeit als Minijob auszugestalten, um die damit einhergehenden lohnsteuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile auszunutzen.

Bei allen Beschäftigungsmodellen aber greift das sogenannte Werkstudentenprivileg: Weder der Vollzeitstudent selbst, der neben dem Studium angestellt arbeitet, noch sein Arbeitgeber an seiner statt müssen Beiträge in die Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Für den Arbeitgeber bedeutet dies eine deutliche Einsparung im Vergleich zur Beschäftigung eines voll sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmers. Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass der Studierende in Vollzeit an einer Hochschule immatrikuliert sein muss. (siehe § 27 Absatz 4 Nr. 2 SGB III, 6 Absatz 1 Nr. 3 SGB V und 1 Absatz 2 S. 1 SGB XI) Dabei ist egal, wie viel der Werkstudent verdient. Weiterer Vorteil für die studentische Seite ist, dass der Arbeitgeber seinen Anteil zur Rentenversicherung voll abführen muss. 

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld wird durch die Werkstudententätigkeit allerdings nicht erworben. Auch die Möglichkeit zur Mitgliedschaft in der Familienkrankenversicherung fällt weg, da die Hinzuverdienstgrenze nach § 10 Absatz 1 Nr. 5 SGB V meist überschritten wird. In diesem Fall müssen Werkstudenten sich selbst studentisch versichern; für die Krankenversicherung fallen so circa 80 Euro im Monat an, für die Pflegeversicherung circa 10 Euro im Monat. Etwas ausgeglichen werden diese zusätzlichen Kosten dadurch, dass Werkstudenten viel weniger Sozialversicherungsbeiträge zahlen als andere Teilzeitangestellte. Praktisch heißt das, dass mehr Netto vom Brutto übrig bleibt, weil lediglich der Arbeitnehmeranteil der gesetzlichen Rentenversicherung (9,35% vom Brutto) zu zahlen ist. 

Weitere Voraussetzung für dieses „Werkstudentenprivileg“ ist, dass der Werkstudent die Tätigkeit nach Zweck und Dauer dem Studium unterordnet. Dies trifft dann zu, wenn 

  • die übliche Arbeitszeit nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich beträgt ODER
  • der Werkstudent nur während der vorlesungsfreien Zeiten arbeitet ODER
  • der Werkstudent die Tätigkeit abends, nachts oder am Wochenende ausübt und pro Jahr nicht mehr als insgesamt 26 Wochen arbeitet.

Voraussetzungen für einen Job als Werkstudent

Werkstudenten können auf Minijobbasis, in einer kurzfristigen Beschäftigung, als Aushilfe oder mit einer regelmäßigen Beschäftigung angestellt sein. Egal welche spezielle Ausgestaltung die Beschäftigung aber nun annimmt – wie für alle Arbeitnehmer in Deutschland gilt auch für Werkstudenten der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde, der Verdienst nach oben ist offen. Die einzige Grenze, die es einzuhalten gilt, ist die erwähnte 20-Stunden-Regel während des Semesters – der Grund dafür ist, dass das Studium immer Priorität haben sollte. Für die vorlesungsfreie Zeit gilt diese Beschränkung nicht; in ihr dürfen Werkstudenten auch Vollzeit arbeiten. 

Mit einer Werkstudententätigkeit sind häufig auch Arbeiten gemeint, die sich durch die fachliche Nähe zum Studium auszeichnen und das Erreichen des Studienziels fördern, weil so fachliche Kenntnisse aufgebaut oder vertieft werden können.

Möchtest du eine Tätigkeit als Werkstudent aufnehmen, musst du einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Du musst als Studierender in Vollzeit an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein.
  • Die Tätigkeit darf nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich umfassen, also als Teilzeitjob angelegt sein.
  • Du darfst eine Höchstzahl von 25 Semestern Studienzeit nicht überschritten haben. 

Typische Jobs für Werkstudenten

In der Regel setzen Unternehmen Werkstudenten in Projektteams oder zur Assistenz von Projekten ein. Du als Student entlastest Projektleiter und -mitarbeiter, bist also aktiv an der Durchführung von Projekten oder Umsetzung von Themen beteiligt. Dabei erlernst du nicht nur fachliches Wissen, sondern auch, dich einzubringen, und Soft Skills wie Kommunikationskompetenz und Teamfähigkeit. 

Das Jobangebot für Werkstudenten variiert je nach Stadt und Fachrichtung des Studiums. In der Regel haben vor allem Studierende in BWL, Maschinenbau, IT oder Chemie sehr gute Chancen. Gefragt sind Werkstudenten zum Beispiel aber auch im Bereich Marketing und Personalwesen. Im Marketing sind sie zum Beispiel an der Planung und Umsetzung von Veranstaltungen und Marketingkampagnen beteiligt, in der Informatik helfen sie, IT-Kampagnen und Relaunches von Systemen oder Webseiten umzusetzen.

Um als Werkstudent in Marketing oder IT-Unternehmen beziehungsweise -Abteilungen tätig zu werden, musst du nicht unbedingt aus einem Studiengang kommen, der einen inhaltlichen Bezug zu diesen Bereichen hat. Sicherlich ist eine inhaltliche Überschneidung gut, aber es können auch Geisteswissenschaftler Werkstudentenjobs in den genannten Bereichen aufnehmen. Werkstudentenjobs sind also eine gute Chancen für den Quereinstieg, wenn du dich für einen Fachbereich besonders interessierst und praktische Erfahrungen sammeln möchtest.

Die Aufgaben eines Werkstudenten im Bereich Marketing beispielsweise drehen sich um die Themengebiete Online-Marketing, also etwa die Betreuung und Kreation von Content für verschiedene Social Media Kanäle wie die unternehmenseigene Facebook- oder Instagram-Seite, die Gestaltung und das Texten von Flyern, die Mitarbeit in Human Resources, also die Bearbeitung von Personalthemen und Bewerbungsunterlagen oder die Gestaltung der Mitarbeiterkommunikation.

Arbeitest du als Werkstudent in der Informatik, etwa in einer Development-Abteilung, gehören zu deinen täglichen Aufgaben die Programmierung bestimmter neuer Funktionen, die Aktualisierung von Systemen oder das Warten von Software. 

Auch in den Ingenieursdisziplinen werden häufig Werkstudenten eingesetzt, beispielsweise im Maschinenbau oder der Elektrotechnik. Hier geht es um ein eher technisches Aufgabengebiet. Du kümmerst dich etwa um die Wartung von Maschinen und Anlagen, die Änderung von Schaltungen oder sogar die Weiterentwicklung der Technik.

Die Jobs, die Werkstudenten in Unternehmen übernehmen, können also sehr vielfältig sein. Da Werkstudenten bis zu 20 Stunden wöchentlich arbeiten und ihr Einsatz von den Arbeitgebern meist für einen längerfristigen Zeitraum geplant ist, werden sie häufig mit recht anspruchsvollen Arbeiten betraut, die dem Studenten wiederum die Chancen geben, sein fachliches Know-How auszubauen. 

Vor- und Nachteile von Werkstudenten-Jobs

Jobs als Werkstudent sind bei Studenten beliebt, da sie verhältnismäßig gut bezahlt werden – und auch beim späteren Arbeitgeber gut ankommen. Immer wieder kommt aber auch Kritik an diesem besonderen Beschäftigungsverhältnis auf. Zwar ist der Einsatz von Werkstudenten in vielen Unternehmen beliebt, doch befürchten manche, dass sie von den Arbeitgebern als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Was sind also die Vor- und Nachteile der Beschäftigung als Werkstudenten für die Beschäftigten?

Die Vorteile von Werkstudentenjobs

Das wohl Wichtigste zuerst: So lange Werkstudenten zur Erbringung einer Arbeitsleistung verpflichtet sind, sind sie als normale Arbeitnehmer zu behandeln. Das heißt, sie haben Urlaubsanspruch, Gehaltszahlung im Krankheitsfall und weitere Arbeitgeberleistungen, die allen Arbeitnehmern zugute kommen. Selbstverständlich sind Werkstudenten bei Vorhandensein der Voraussetzungen auch durch das Kündigungsschutzgesetz geschützt.

Zwar dürfen Werkstudenten während des Semesters nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich arbeiten, in den Semesterferien aber ist diese Begrenzung aufgehoben. Das heißt, um ihren Verdienst auszugleichen, können Werkstudenten in dieser Zeit einfach mehr arbeiten – und somit auch mehr verdienen. Mit einem Minijob beispielsweise ist dies aufgrund der Vergütungsgrenze nicht erlaubt.

Eine Arbeit als Werkstudent ermöglicht häufig, die Inhalte des Studiums in der Anwendung in der Praxis hautnah mitzuerleben und so wertvolle Erfahrungen für die spätere Berufstätigkeit zusammeln. Da Werkstudententätigkeiten meist längerfristig angelegt sind und Werkstudenten theoretische Vorkenntnisse aus dem Studium mitbringen, werden sie meist auch mit anspruchsvolleren Aufgaben betraut als beispielsweise Praktikanten. Die Tätigkeit als Werkstudent bietet so einen Einblick in die Arbeitswelt und die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, die später wichtig werden könnten. So treten nicht wenige Werkstudenten direkt oder einige Zeit nach Abschluss ihres Studiums eine Stelle als Vollzeitangestellter in demselben Unternehmen an. Viele Unternehmen, die Werkstudenten beschäftigen, unterstützen diese sogar bei der Wahl eines Themas für die Abschlussarbeit und bieten die Möglichkeit, diese im Betrieb zu schreiben. 

Ein weiterer Vorteil der Tätigkeit als Werkstudent ist, dass Werkstudenten im Vergleich zu Praktikantentätigkeiten oder anderen Studentenjobs wie Tätigkeiten auf Minijobbasis meist besser bezahlt werden. Während die meisten Praktika, die im Rahmen eines Studienplans absolviert werden und oft nur drei oder sechs Monate umfassen, gar nicht bezahlt werden, verdienen Werkstudenten mindestens den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Ein Stundenlohn von 10 bis 13 Euro ist aber auch keine Seltenheit. Das erklärt sich daraus, dass Arbeitgeber für angestellte Werkstudenten keine Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abführen müssen. In die Rentenkasse allerdings bezahlen sowohl der Arbeitgeber als auch der Werkstudent ein. 

Ein großer Vorteil für das Studium ist, dass die meisten Universitäten die Tätigkeit als Pflichtpraktikum anerkennen, sofern der Job als Werkstudent zu den Studieninhalten passt. Dies sollte aber vorab mit den zuständigen Stellen an der Uni oder Hochschule abgesprochen werden. 

Letztendlich macht sich die Angabe, als Werkstudent tätig gewesen zu sein, auch gut auf dem Lebenslauf und das entsprechende Zeugnis kann bei der späteren Arbeitssuche sehr hilfreich sein. 

Die Vorteile kurz und knapp zusammengefasst:

  • Als regulärer Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaubsanspruch, Gehaltszahlung im Krankheitsfall
  • Meist besser bezahlt als Tätigkeiten auf Minijob-Basis durch fehlende Beiträge für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung des Arbeitgebers
  • Inhaltlich direkter Bezug zum Studium und damit wertvolle Erfahrungen fürs Berufsleben;
    die Tätigkeit macht sich gut im Lebenslauf.
  • In der vorlesungsfreien Zeit kann man Werkstudentenjob in Vollzeit ausüben.
  • Möglichkeit des Aufbaus eines fachbezogenen Netzwerks
  • Möglichkeit, die Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben.
  • Chance auf Job-Übernahme nach dem Abschluss des Studiums.

Die Nachteile von Werkstudentenjobs

Werkstudenten müssen keine Arbeitslosenversicherung zahlen – das wirkt sich zwar erst einmal positiv auf das Nettogehalt aus, bedeutet aber, dass bei Verlust des Jobs oder Abbruch des Studiums kein Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht. 

Wer sein Studium mit BAfög finanziert, sollte sich zwei Mal überlegen, ob er eine Arbeit als Werkstudent aufnehmen möchte. Eventuell kann es bei einem guten Werkstudentengehalt nämlich hier so sein, dass das Einkommen als Werkstudent die BAföG-Freibeträge übersteigt und so kein BAföG mehr ausgezahlt würde. 

Die Nachteile kurz und knapp zusammengefasst:

  • Eventuell droht dir eine Kürzung oder der Verlust des BAföG; dies aber nur, wenn du als Werkstudent gut verdienst.
  • Wenn du gut verdienst, fällt die Familienversicherung weg und du musst dich selbst versichern.
  • Werkstudentenjobs werden meist an Studenten höherer Semester vergeben, da gewisses Fachwissen vorausgesetzt wird; Werkstudenten-Jobs stehen also Erstsemester oft nicht zur Verfügung.

Wie komme ich an eine Stelle als Werkstudent?

Werkstudentenjobs sind begehrt, das zeigt schon die Vorlaufzeit, die Unternehmen für die Bewerbung angeben und die zum großen Teil der hohen Bewerberzahl geschuldet sind: Zwischen drei und sechs Monaten vor dem gewünschten Eintrittstermin sollen Studenten sich auf die Stellen bewerben. Idealerweise solltest du deine Bewerbung also rechtzeitig – möglichst noch vor dem jeweils genannten Zeitraum – einreichen.

Die Jobs werden von den betreffenden Unternehmen gezielt geschaltet, sie sind also in den gängigen Job-Suchmaschinen zu finden. Bei einigen, gerade kleineren Betrieben lohnt sich häufig auch eine Initiativbewerbung, in der du auf dich und deine individuellen fachlichen Schwerpunkte aufmerksam machst. Informiere dich auch beim Career Center deiner Uni über mögliche Jobs oder Kontakte.

Für Erstsemester gilt: Werkstudentenjobs werden meist an höhere Semester vergeben, die bereits Fachwissen mitbringen. Als Erstsemester macht es Sinn, erstmal ein Praktikum zu absolvieren, das bei der späteren Suche nach einer Stelle als Werkstudent hilft.

Bewerbung für einem Job als Werkstudent

Was gehört nun in die Bewerbung für eine Stelle als Werkstudent? Einerseits sollte genau beschrieben werden, was die gegenwärtigen Studieninhalte sind, welche Lehrveranstaltungen bereits belegt wurden und welche Themen für dich besonders relevant sind. Der wichtigste Punkt aber ist die Frage, warum du gerade bei diesem Unternehmen als Werkstudent arbeiten möchtest. Hierauf solltest du besonders eingehen und anhand von Beispielen und Geschichten aus deinen bisherigen Aktivitäten – Praktika etc. – aufzeigen, dass du die richtige Person für den Job bist. 

Bei der Ausgestaltung des Arbeitsvertrags solltest du als Werkstudent einige Dinge beachten und gesondert aufführen. Halte erstens fest, dass es sich um einen Vertrag über nicht mehr als 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche handelt. Hinzu gesetzt werden kann ein Vermerk, dass diesbezüglich für die vorlesungsfreie Zeit eine Ausnahme gemacht wird. Auch sollte vermerkt sein, dass die tägliche Arbeitszeit nicht oder nur in Ausnahmen 8 Stunden überschreiten darf. Auch eine Kündigungsfrist von vier Wochen sollte schriftlich festgehalten werden. 

Fazit zu Jobs als Werkstudent

Werkstudententätigkeiten sind beliebt und das nicht ohne Grund – ein Job als Werkstudent gibt nicht nur die Möglichkeit, die Theorie aus dem Studium in die Praxis umzusetzen und dein Wissen zu vertiefen, sondern im Rahmen des Arbeit lassen sich auch viele wertvolle Kontakte knüpfen, die für den Karrierestart nützlich sein können. 

Du bist dir nach all diesen Infos noch immer nicht sicher, was dein ganz persönliches Anliegen oder deine Frage zum Thema Werkstudententätigkeit betrifft? Die DGB-Jugend bietet auf ihrer Webseite nicht nur Informationen, sondern auch fachliche Beratung zu diesem und anderen Themen rund um die Beschäftigung während des Studiums.